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Vom (nicht) Überwinden des Schweinehundes... (Achtung viel Text)

Der erste Ferientag ist hinter mir und wie es zu erwarten war, habe ich nichts von dem gemacht, dass ich unbedingt in den Ferien schaffen muss. Gut, ich hab ja noch fast sechs Wochen, aber findet in der ersten nicht die Initialzündung statt, sehe ich schwarz für das Projekt "Bell".

So ist das immer! Warum kann man sich nicht ändern? Immer wieder nehme ich mir vor, mal zeitiger mit einer langfristigen Aufgabe zu beginnen, doch dann kommt so viel anderes dazwischen, dass so viel mehr Spaß macht. Tja leider besteht das Leben nicht nur aus Spaß, eine Lektion, die ich immer wieder lernen muss und die ich gestern erst wieder so richtig zu spüren bekam...

Nun sitz ich hier wieder, schreibe an meinem Blog, statt an meiner Bell, aber ich kann mich nicht dazu aufraffen. Glaubt man den Psychologen, dann ist Selbsterkenntnis, also die Erkenntnis, dass ich leider zu faul bin und dass es mir zu schwer fällt mich aufzuraffen und in dieser Beziehung zu ändern, dann ist dies der erste Schritt zur Selbstheilung.

Naja, da bin ich ja mal gespannt. Ich denke ihr werdet noch viel von mir über meinen Fortschritt in dieser Sache hören. Warum musste ich auch unbedingt eine Bell machen? Ach so, eine Erklärung an dieser Stelle wäre wohl nicht schlecht: eine Bell ist eine riesengroße, mordsmäßige selbstständige Fachbelegarbeit, die als mündliche Prüfungsnote in mein Abitur eingehen wird, und daher ziemlich wichtig und GEwichtig ist.

Deshalb sollte ich mir endlich in den Hintern treten, oder besser, jemand von euch sollte mir in den Hintern treten! Ich brauche das! Das ist wirklich so, immer zu, jeder der mich persönlich kennt, soll mir ruhig mal in den A**** treten!

 Ach nein, jetzt texte ich euch hier zu, es tut mir leid, aber ich erhoffe mir davon, dass ich jetzt jeden Tag daran erinnert werde endlich mal was zu tun.

Faulheit ist was schlimmes, besonders dann, wenn man merkt, dass man faul ist. Es ist wie eine Krankheit, schlimmer als der Virus aus 28 Days later (bzw. 28 Months later), als Infizierte müsste ich immerhin keine Belegarbeit mehr schreiben... Naja, schon klar der Vergleich hingt und viele von euch werden mit diesem Vergleich auch gar nichts anfangen können.

 Ich werde versuchen es für euch greifbarer zu machen... Jeder kennt es: man muss eigentlich noch etwas ganz dringend erledigen, sei es, dass man einen Impftermin beim Arzt wahrnehmen muss, dass man aufs Amt muss, dass man was organisieren muss, dass man sich eigentlich bei jemanden entschuldigen sollte... egal was, es gibt haufenweise Dinge, die man so lange in unendlicher Zukunft sah, und um die man sich ja bald kümmern wollte, die dann aber plötzlich, quasi über Nacht ins Haus stehen. Dann beginnt erst der eigentliche Kampf mit dem inneren Schweinehund. Hinundhergerissen zwischen dem unüberwindbaren Drang einfach nichts zu tun und dem immer stärker und größer werdenden schlechten Gewissen, sitzt man zwischen den Stühlen. Der Kopf sagt: "beweg deinen A****", der Bauch hingegen: "Ach, das hat Zeit, bleib einfach hier und tu nichts". Noch schlimmer ist es wenn neben diesem inneren Konflikt, der von Tag zu Tag schwerer auf den eigenen Schultern lastet, noch schlechter Einfluss von Außen hinzukommt. Vielleicht haben diese Personen gar keinen schlechten Willen, oder es ist ihnen nicht bewusst, aber sie locken einen von allen Seiten mit Dingen, die so viel mehr Spaß machen würden. Wenn man dann den Fehler begeht und sich auf den einen oder anderen Spaß einlässt, ist man am Anfang, solange man beschäftigt ist, guter Dinge und vergisst das Laster auf den Schultern, bis es einen in stillen Minuten hundertfach schwerer als zuvor mit einem Mal total überrumpelt. Und dann hat man entweder das schlimmste hinter sich gebracht und wird sich endlich bewusst, dass man was tun muss, oder man muss sich eingestehen, dass es zu spät ist, dann hilft nur noch Entschuldigen. Und dann ist man entweder im sogenannten Teufelskreis gefangen, weil einem keine Entschuldigungen einfallen und einem die Wahrheit Angst macht (denn man gesteht sich seine Fehler ein, und das ist wohl das schwierigste überhaupt am Fehler machen), oder man springt über seinen Schatten, erwürgt, hängt, ersticht, vertreibt, knebelt seinen inneren Schweinehund, entschuldigt sich und hofft, diesen elendigen Prozess beim nächsten Mal einkürzen, wenn nicht sogar aussparen zu können. Ist das letztere der Fall, dann war der Fehler erziehungspädagogisch wertvoll und man ist an sich selbst und seinen Fehlern gewachsen. Aber das passiiert leider viel zu selten. Am besten man macht gleich das was man machen muss, angenehm oder nicht und erspart sich diesen Krieg zwischen Vernunft und Schweinehund, denn allzuoft ruft einem die Vernunft zu leise ins Gedächtnis.

Ich glaube ich werde jetzt anfangen, meine Belegarbeit zu schreiben, bitte tretet mir in den Hintern, tretet meinen Schweinehund für mich...

Und bitte lockt mich nicht mit allzu verführerischen Freizeitaktivitäten, obwohl, doch! Verführt mich! Wo wollen wir wann hingehen?

Spaß beiseite, ich bin froh euch zu haben. Hoffe ihr kennt und versteht meine Situation.

Und man, ich bin trotzdem immer noch glücklich... aber meckern muss auch mal sein. (Gründe zum Meckern gibts nämlich immer!)

Deine/Eure (faule, hoffentlich aber noch heute fleißige)

LILO

15.7.08 15:02
 


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